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Brustvergrösserung: Satire-Werbung macht wütend

Donnerstag, 19. Mai 2016 / 08:44 Uhr

Nach dem Motto «Es kommt auf die Grösse an» wirbt der kalifornische Schönheitschirurg Brian Eichenberg für Brustvergrösserungen - und macht sich zumindest bei der weiblichen Bevölkerung in Murrieta damit nicht gerade beliebt.


In Anspielung auf die Körbchengrössen von Büstenhaltern stellt Eichenberg auf seinem Werbeplakat einen kleinen Kaffeebecher mit einem «B» darauf einem grossen mit einem «D» gegenüber.

Vor drei Wochen hat die 15-jährige Anna Gorski auf Change.org eine Online-Petition gestartet, um die Kampagne ins Jenseits zu katapultieren: «Wir, als Gemeinschaft, sollten das Recht haben in einer Stadt zu leben, ohne daran erinnert zu werden, dass die Grösse der eigenen Brüste nicht gut genug ist», schreibt sie. «Dieses Plakat ist erniedrigend, macht Frauen zu Objekten, und ist unangemessen, weil es die Körper von Frauen angreift und ein niedriges Selbstwertgefühl begünstigt.»

Werbung soll Satire sein

Der plastische Chirurg freut sich indes über die grosse Aufmerksamkeit, die seine umstrittene Plakatkampagne generiert. Gegenüber dem Nachrichtensender «ABC7» verteidigt er ausserdem die Idee hinter der Werbung: «Einer der Gründe, warum wir dieses Plakat aufgestellt haben, war, dass wir Diskussionen über die Gesundheit von Frauen fördern wollen - das ist kein Witz, es soll Satire sein.»

Diejenigen, die tagtäglich an dem riesigen an der Autobahn platzierten Plakat vorbeifahren müssen, finden das aber anscheinend nicht so lustig. Die Online-Petition gegen das Renuance Cosmetic Surgery Center zählt bis dato bereits 743 Unterstützerinnen und Unterstützer.

(arc/pte)


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