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Chinas Börsen rutschen weiter in den Keller

Dienstag, 25. August 2015 / 06:08 Uhr
aktualisiert: 07:25 Uhr

Shanghai - Nach den dramatischen Kurseinbrüchen vom Vortag ist ein Ende der Talfahrt an den Börsen in China nicht in Sicht. In Tokio hingegen geht es für die Kurse wieder nach oben.


In China, das am Montag den grössten Kursrutsch seit acht Jahren erlebt hatte, fiel der wichtige Shanghai Composite Index zum Handelsauftakt erneut kräftig um 6,41 Prozent auf 3004,13 Punkte. Der Shenzhen Component Index sackte um 6,91 Prozent auf 10 212,47 Punkte ab.

Kursrutsch am Vortag

Am Vortag hatten die Kurse in China wegen Sorgen über eine weitere Verlangsamung der zweitgrössten Volkswirtschaft und enttäuschter Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik kräftig um 8 Prozent nachgegeben. Die mehr als ein Jahr lang in die Höhe getriebenen chinesischen Märkte erleben trotz massiver staatlicher Hilfen schon seit Mitte Juni kräftige Abschläge, was Experten angesichts schlechter Wirtschaftsdaten als notwendige Korrektur ansehen.

Die Börse in Tokio setzte hingegen zu einer rasanten Aufholjagd an. Im späteren Vormittagshandel machte der Nikkei-Index für 225 führende Werte dank Käufen Verluste von zwischenzeitlich fast 800 Punkten wieder wett und kletterte zurück über die psychologisch wichtige Marke von 18 000 Punkten.

Zur Handelsmitte notierte der Index ein deutliches Plus von 204,22 Punkten oder 1,10 Prozent beim Zwischenstand von 18 744,90 Punkten. Am Vortag hatte der Nikkei angesichts der globalen Kursrutsche den höchsten Verlust seit zwei Jahren verbucht. Der breit gefasste Topix notierte unterdessen einen Aufschlag von 21,66 Punkten oder 1,46 Prozent bei 1502,53 Punkte.

Erholung auch in Australien

Auch die Börse in Australien erholte sich von den Vortagesverlusten. Der S&P/ASX 200-Index fiel zwar beim Auftakt kurzzeitig unter die psychologisch wichtige Marke von 5000 Punkten, lag am Mittag (Ortszeit) aber zeitweise mehr als 1,5 Prozent im Plus. Am Montag waren die Kurse um 4 Prozent eingebrochen.

Die Ereignisse von Montag seien keine Krise, sondern eine Kurskorrektur, meinte der australische Finanzminister Joe Hockey. "Ich bin überzeugt, dass die Fundamentaldaten der australischen und der Weltwirtschaft weiter gut sind", sagte er im Fernsehen.

Der Kurssturz in China hatte die Stimmung am Montag auch an der Wall Street schwer eingetrübt. Nach hohen Anfangsverlusten gab es zwar einen kurzen Erholungsversuch, doch gingen die US-Aktien deutlich schwächer aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial schloss 3,58 Prozent tiefer bei 15 871,28 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich einen mehr als 6 Prozent Verlust im frühen Handel nahezu wettgemacht hatte und dabei um fast 1000 Punkte gestiegen war.
(bert/sda)


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