FUSIONEN/ÜBERNAHMEN
Anzeige
EU untersagt milliardenschwere Mobilfunkfusion

Mittwoch, 11. Mai 2016 / 12:40 Uhr

Brüssel - Die EU-Wettbewerbshüter sperren sich gegen die milliardenschwere Übernahme des Grossbritannien-Geschäfts von Telefonica (O2) durch den chinesischen Mobilfunkanbieter Hutchison.

Die Wettbewerbshüter sperren sich gegen die Übernahme von Telefonica durch Hutchison.

Die rund 13 Milliarden Euro schwere Fusion zu den geplanten Bedingungen zu genehmigen, hätte den britischen Konsumenten und dem dortigen Mobilfunksektor geschadet, begründete EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch ihre Entscheidung.

«Wir hatten starke Bedenken, dass die Konsumenten bei der Suche nach einem passenden Mobilfunkpaket weniger Auswahl gehabt hätten und mehr hätten zahlen müssen», sagte Vestager. Zudem wären Innovationen und der Ausbau der Netzinfrastruktur im Vereinigten Königreich behindert worden.

In Grossbritannien sind vier Anbieter von Mobilfunknetzen aktiv: Die Sparte EE von BT (British Telecom), das Netz O2 der spanischen Telefonica, Vodafone sowie der Hutchison-Anbieter Three. Der chinesische Konzern Hutchison wird von Li Ka-shing kontrolliert, der als reichster Mann Asiens gilt.

Fusionsverbote sind in Brüssel vergleichsweise selten. Falls es Bedenken der Wettbewerbshüter gibt, versuchen Unternehmen in der Regel, mit Verhandlungen und Zugeständnissen - etwa dem Verkauf von Konzernteilen - für grünes Licht zu sorgen.

(cam/sda)


Artikel-Empfehlungen:
Liberty wagt Mega-Deal in Grossbritannien6.Feb 17:46 Uhr
Liberty wagt Mega-Deal in Grossbritannien