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Gehälter steigen moderat

Mittwoch, 27. November 2013 / 11:55 Uhr
aktualisiert: 13:32 Uhr

Die Saläre von Spezialisten und Sachbearbeitern in der Schweiz steigen in diesem Jahr ähnlich moderat wie in den vergangenen Jahren: Spezialisten verdienen in diesem Jahr 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr, Sachbearbeiter 2,3 Prozent. Das ergab die Vergütungsstudie «Spezialisten und Fachkräfte in der Schweiz 2013» der Managementberatung Kienbaum.

Spezialisten verdienen durchschnittlich 113.000 Franken.

Spezialisten verdienen im Schnitt 113.000 Franken

Durchschnittlich liegt die Jahresvergütung eines Spezialisten über alle Branchen und Unternehmensgrössen hinweg bei 113.000 Franken. Sachbearbeiter verdienen durchschnittlich 86.000 Franken im Jahr. Ingenieure in der Fertigung verdienen unter den Spezialisten im Durchschnitt am meisten: Ihr Jahressalär liegt mit 131.000 Franken 8.000 Franken über dem der Spezialisten in der Revision und 10.000 Franken über dem der IT-Spezialisten. Unter den Sachbearbeitern sind die Top drei der Spitzenverdiener IT-User-Helpdesk-Spezialisten, Konstruktionstechniker und Fremdsprachensekretariatskräfte.

Unterschiede der Branchen sind beträchtlich

In der Energie- und Wasserversorgung können Spezialisten und Sachbearbeiter mit den höchsten Jahressalären rechnen: Spezialisten verdienen hier durchschnittlich 124.000 Franken und Sachbearbeiter 88.000 Franken jährlich. Kreditinstitute und Banken zahlen mit 120.000 beziehungsweise 86.000 Franken die zweithöchste Vergütung. An dritter Stelle folgen die Versicherungen, die Spezialisten durchschnittlich 1.000 Franken weniger bieten als Banken; bei den Sachbearbeitern ist das Salär hingegen gleich hoch. Die Branchen, die der Kienbaum-Studie zufolge die niedrigsten Saläre zahlen, sind der Handel und die Textilherstellung: Spezialisten kommen hier auf ein Jahresgehalt von 108.000 Franken und Sachbearbeiter verdienen 81.000 bzw. 80.000 Franken.

Positionszugehörigkeit ist wesentlich 

Die fachliche Position, die ein Spezialist einnimmt, hat grossen Einfluss auf seine Vergütung: Als Senior Spezialist mit einer Positionszugehörigkeit von sechs bis elf Jahren liegt das Salär bei durchschnittlich 128.000 Franken, während Junior Spezialisten mit gleich langer Positionszugehörigkeit lediglich 86.000 Franken verdienen. Die Autoren der Studie führen diesen Zusammenhang auf die fachliche Expertise zurück: «Eine qualifizierte Ausbildung zahlt sich in unserer Wirtschaft aus: Sie erhöht die Chance, in der Unternehmenshierarchie in höhere Führungsränge aufzusteigen und dort die besser dotierten Positionen zu besetzen», sagt der Kienbaum-Vergütungsexperte Jörg Scholten.

Regionale Unterschiebe bei den Gehältern

Der Standort des Arbeitgebers ist ebenfalls ein Faktor, der Einfluss auf die Höhe des Gehalts hat: In Zürich vergüten Firmen ihre Spezialisten am besten. Darauf folgen Basel-Stadt und die Region Genfersee. Unternehmen in diesen Regionen zahlen ihren Mitarbeiter etwa sieben Prozent mehr als der Landesdurchschnitt, während die Gehälter der Spezialisten in der Westschweiz, im Wallis und in Tessin zwei bis drei Prozent unter dem Schweizer Durchschnitt liegen.

Unternehmensgrösse hat nur geringen Einfluss

Für das Gehalt von Spezialisten macht es keinen grossen Unterschied, ob sie in einem kleinen Unternehmen oder in einem Konzern angestellt sind. Der Gehaltsunterschied beträgt hier lediglich 3,5 Prozent. Bei den Sachbearbeitern hat die Unternehmensgrösse hingegen einen stärkeren Einfluss: Hier liegt die Spanne zwischen kleinen Unternehmens bis 50 Mitarbeitern und Konzernen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern bei sieben Prozent des Gehalts. (pd)

Weitere Informationen rund um das Thema Vergütung finden Sie auch unter www.kienbaum-compensation.com.
(Diana von Ow/KMU Magazin)