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Renault Clio R.S. 16: Konzept-Kraftzwerg

Dienstag, 31. Mai 2016 / 14:18 Uhr

Am freien Training des GP von Monaco wurde zur Feier des 40. Geburtstags von Renault Sport und der Rückkehr der Marke in die Formel 1 der stärkste Clio aller Zeiten über die Strecke geschickt. Für Renault-Fans bedauerlich: Dieser Über-Clio wird allem Anschein nach ein Prototyp bleiben.

Autofans können den Renault Clio R.S. 16 beim Goodwood Festival of Speed, Ende Juni bestaunen.

Gleich bemalt wie der namensgebende Renault Formel 1-Bolide 'Renault R.S. 16' bringt dieser Clio aber etwas weniger Power auf die Strasse. Doch es war für die beiden Renault Sport Abteilungen 'Sport Cars' und 'Sport Racing' doch eine ziemliche Aufgabe, das 273 PS starke 2-Liter-Aggregat des Mégane R.S. 275 Trophy in den Motorraum des Clio zu quetschen, so dass man danach auch noch die Motorhaube schliessen könnte.

Der normale Clio R.S. - mit 200 PS sicher nicht untermotorisiert - musste umfangreich angepasst werden. So wurden auch Kühlung und 6-Gang-Getriebe aus dem Trophy-Mégane übernommen, muss die Kraftübertragung jetzt doch heftige 360 NM Drehmoment verkraften. Das Drehmoment erforderte auch eine neue Motoraufhängung, die von den Ingenieuren mit Teilen aus Mégane, Kangoo und Espace verwirklicht wurde.

Auch neu ist die Auspuffanlage, deren Durchlässigkeit für die Performance-Ziele angepasst werden musste. Und damit der Sound stimmt, kommt ein Akrapovic-Schalldämpfer zum Einsatz. Besonders tricky war die Elektronik, dass die elektronischen Architekturen von Mégane Trophy R und Clio R.S. sich voneinander unterscheiden, so dass für die Motorsteuerung eine 'Übersetzer'-Software geschrieben werden musste, damit diese mit dem System des Clio kommunizieren kann.

Rennfahrwerk

Auch unter dem Clio bleibt nicht mehr viel vom Original übrig: Die Vorderachse mit entkoppelter Lenkachse, um Antriebseinflüsse von der Lenkung fern zu halten, stammt auch aus dem Motorspender, die Hinterachse aus dem Clio R3T, der Rallye-Variante des Clio R.S., und ist folgerichtig mit einer Reihe Querstreben versärkt worden.

Die verstellbaren Rennsport-Stossdämpfer kommen wiederum aus dem Trophy-Mégane, ebenso wie die Familien-Pizza-grossen 350mm Front-Bremsscheiben und die Lithium-Ionen-Batterie, die gegenüber einem Blei-Akku 15 kg Gewicht und einiges an Bauraum einspart.

Verbreitert für 19-Zöller

Zum spektakulären Auftritt gehören auch die 19-Zoll-Räder, die zusätzlichen Platz benötigten und für die neue Kotflügel ausgeschnitten, verbreitert und mit neuen Schwellern verbunden werden mussten, so dass die Breite des Clio um 6cm anwuchs.

Aufs Dach gabs noch den Dachspoiler der Clio-Markenpokalrenner, der bei 200 km/h 40 kg Anpressdruck liefert. Weitere optische und technische Leckerbissen: Schwarze Turini-Felgen, rote Brembo Bremssättel und LED-Scheinwerfer im Zielflaggendesign.

Zu sehen sein wird der Clio R.S. 16 das nächste Mal beim Goodwood Festival of Speed Ende Juni. Beim Händler allerdings dürfte dieser Clio nie auftauchen und schon bald einmal im Werksmuseum verschwinden. Schade, oder nicht? Das entscheidet am besten der Betrachter - für die Strasse wäre dieser Clio jedenfalls doch ein wenig extrem gewesen.

(Patrik Etschmayer/news.ch)


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