ARBEITSMARKT
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Schwarzarbeit auf Baustellen bekämpfen

Samstag, 21. Mai 2016 / 14:54 Uhr

Bern - Ein Ausweis in Kreditkartenformat soll die Schwarzarbeit auf Baustellen verhindern: Das Konzept, das in der Waadt und in Genf bereits testweise zum Einsatz kommt, soll nun auf weitere Kantone ausgedehnt werden.

Die Pilotphase läuft bereits in den Kantonen Waadt und Genf.

Dies haben die Delegierten des Schweizerischen Baumeisterverbands am Donnerstag beschlossen. Der Ausweis bescheinigt dem Arbeiter, dass er sozialversichert ist und steckt derzeit in den Kantonen Waadt und Genf in der Pilotphase. Baumeister-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi bestätigte der Nachrichtenagentur sda den Entscheid der Delegierten, über den die Westschweizer Tageszeitung «La Liberté» am Samstag berichtet hat.

Das Ende der Testphase ist noch nicht festgelegt - gemäss Lardi machen die technischen und elektronischen Herausforderungen eine Prognose schwierig. Man lege aber Wert darauf, dass dieser Ausweis so schnell wie möglich in anderen Regionen eingeführt wird.

Mit QR-Code und Foto

Die Karte soll bei Arbeitskontrollen zum Einsatz kommen und auch Architekten und Bauherren nützen. Zudem können Unternehmen damit die Arbeiter von Subunternehmen überprüfen.

Der Ausweis ist mit einem Foto des Arbeiters sowie mit einem QR-Code versehen. Mit einem Scanner wird geprüft, ob der Arbeiter angemeldet ist und sein Arbeitgeber die Sozialabgaben bezahlt. Das System basiert auf Daten der Arbeitgeberverbände der Baubranche. Allein in der Romandie sollen dereinst bis zu 50'000 Bauarbeiter einen solchen Ausweis bekommen.

(bg/sda)


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