FINANZPLATZ
Anzeige
UBS erwägt Weitergabe von Negativzinsen an Privatkunden

Dienstag, 10. Mai 2016 / 16:37 Uhr

Bern - Die Schweizer Grossbank UBS erwägt, von Zentralbanken erhobene Negativzinsen an superreiche Privatkunden weiterzugeben. Das Institut müsse auf die Politik der Zentralbanken reagieren, um seine Renditen aufrechtzuhalten, sagt UBS-Chef Sergio Ermotti.

UBS CEO Sergio P. Ermotti.

Bereits jetzt verrechne die Bank Unternehmenskunden Negativzinsen. «Wenn das Umfeld so bleibt oder schlimmer wird, müssten wir uns überlegen, diese Massnahmen auf sehr vermögende Kunden auszudehnen, und auch die Kredit-Zinsen noch weiter zu erhöhen», sagte Ermotti am Dienstag an der Generalversammlung in Basel.

Banken in der Schweiz müssen der Notenbank für Einlagen ab einem gewissen Freibetrag derzeit einen Zins von 0,75 Prozent bezahlen. Für sie ist es daher nicht attraktiv, wenn Kunden ihr Geld auf ihren Konten lediglich horten. Zuletzt hatte die SNB auch eine weitere Zinssenkung nicht ausgeschlossen. In der Eurozone liegt der Einlagenzins derzeit bei minus 0,4 Prozent.

(fest/sda)


Artikel-Empfehlungen:

IWF unterstützt Negativzinsen bei Notenbanken11.Apr 08:33 Uhr
IWF unterstützt Negativzinsen bei Notenbanken
Keine Kursänderung in der Geldpolitik17.Mrz 09:59 Uhr
Keine Kursänderung in der Geldpolitik