NAHRUNGSMITTEL
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Aktien von Nestlé ziehen SMI ins Minus

Freitag, 11. Januar 2008 / 19:59 Uhr
aktualisiert: 22. Januar 2008 / 17:41 Uhr

Zürich - Starke Einbussen bei den schwer gewichteten Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé haben die Schweizer Börse in die Tiefe gezogen. Der Standardwerteindex SMI schloss um 1,58 Prozent tiefer bei 8159,68 Punkten.

Fünf Prozent büsste der Nahrungsmittelkonzern ein.

Acht höher gehandelten Bluechips standen zwölf mit Kursverlusten gegenüber. Der breite SPI sank um 1,44 Prozent auf 6614,08 Zähler. Die Aktien des weltgrössten Nahrungsmittelherstellers Nestlé sackten um 4,3 Prozent auf 491.75 Fr. ab. Dies drückte den SMI um 75 Zähler. Händler verwiesen darauf, dass wegen einer Branchenstudie die Nahrungsmittelaktien europaweit unter Druck stünden. Dabei wurden die Aktien von Unilever und Danone zum Verkauf empfohlen.

Belastung durch Chinas Entscheidung

Weiter dürfte der Entscheid der Volksrepublik China, die Nahrungsmittelpreise wegen der steigenden Inflation einzufrieren, den Sektor belastet haben.

Schliesslich stuften die Deutsche Bank und ABN Amro die Titel des Kosmetikkonzerns L'Oréal auf «Sell» von «Hold» um. Nestlé hält rund einen Viertel an L'Oreal.

Die Aktien des österreichischen Chipherstellers Austriamicrosystems (AMS) sind nach einer Gewinnwarnung des Unternehmens eingebrochen. Der Titel sackte um 32,6 Prozent auf 33 Fr. ab. Händler kritisierten, die neuerliche Gewinnwarnung belaste das Vertrauen der Anleger.

Austriamicrosystems hatte am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitgeteilt, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) für 2007 dürfte um 10 Prozent unter den Erwartungen liegen.

(tri/sda)