MARKEN & PATENTE
Anzeige
Apple scheitert mit «Appstore»-Klage

Mittwoch, 2. Januar 2013 / 22:03 Uhr
aktualisiert: 3. Januar 2013 / 10:15 Uhr

Oakland - Im Streit um die Bezeichnung «Appstore» ist der Computerriese Apple in den USA mit einer Klage gegen den Online-Händler Amazon wegen Etikettenschwindels gescheitert.

Beim App Store von Apple handelt es sich um eine Verkaufsplattform für Computerprogramme mit dem Betriebssystem iOS.

Die Bundesrichterin Phyllis Hamilton wies die Klage am Mittwoch mit den Worten ab, Apple habe nicht nachweisen können, dass Amazon falsche Angaben gemacht habe, die einen Grossteil seiner Kundschaft tatsächlich getäuscht hätten oder hätten täuschen können.

Die reine Verwendung des Namens «Appstore» durch Amazon für eine Website zur Darstellung und zum Herunterladen oder Kauf von Miniprogrammen für Internethandys könne nicht dahingehend gedeutet werden, dass ein «Amazon Appstore» dasselbe sei wie ein «Apple App Store», sagte die Richterin.

Apple hatte 2008 seinen App Store lanciert, in dem es die Miniprogramme für iPhones, iPads und den iPod Touch gibt. Amazon startete Ende 2011 seinen Appstore, um Anwendungen für Smartphones mit dem Betriebssystem Android von Google sowie für den Kindle Fire zu verkaufen. Apple verklagte Amazon daraufhin wegen Etikettenschwindels und Markenverletzung.

Die US-Behörden prüfen immer noch die Forderung von Apple nach einem Exklusivrecht für den Namen «App Store». Die Software-Firma Microsoft und andere Unternehmen lehnen dies ab.

(bert/sda)


Artikel-Empfehlungen:

Richterin drängt Apple und Amazon zu Einigung im Appstore-Streit16.Jan 21:09 Uhr
Richterin drängt Apple und Amazon zu Einigung im Appstore-Streit
Apple verklagt Amazon - Streit um Appstore22.Mrz 12:11 Uhr
Apple verklagt Amazon - Streit um Appstore