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Bank Sarasin mit Verlust von 316 Mio. Fr. für 2002

Dienstag, 4. März 2003 / 10:23 Uhr
aktualisiert: 10:42 Uhr

Basel - Die Basler Privatbank Sarasin weist für das Jahr 2002 einen Konzernverlust von 316 Mio. Fr. aus.

Für die roten Zahlen verantwortlich sind hohe Abschreibungen und Restrukturierungskosten aus der Übernahme von Rabobank-Einheiten. Das operative Ergebnis der Privatbank ging 2002 um 65 Prozent auf 32,5 Mio. Fr. zurück, wie die Bank Sarasin mitteilt. Den Aktionären soll pro Namenaktie B eine Dividende von 25 Fr. pro Aktie (-68 Prozent) ausgeschüttet werden.

Für die von der holländischen Rabobank übernommenen Geschäftseinheiten hat die Bank Sarasin eine Abschreibung der Goodwill-Positionen von 289 Mio. Fr. vorgenommen. Zudem verbucht die Bank für die Integration der Rabobank-Einheiten einmalige Restrukturierungskosten von 52 Mio. Franken.

Die Rabobank-Gruppe hatte im Frühling 2002 einen Anteil von 28 Prozent an der Bank Sarasin sowie eine Option zur Übernahme der Mehrheit erworben. Ende Juni 2002 war im Gegenzug die Rabo Robeco Bank (Schweiz) mit der Bank Sarasin fusioniert und weitere ausländische Einheiten der Rabobank in Hongkong, Singapur, Luxemburg und Guernsey in die Sarasin-Gruppe integriert worden.

Das operative Geschäft der Bank Sarasin sei 2002 im Zeichen der schwachen Finanzmärkte gestanden, teilt Sarasin weiter mit. Der Bruttogewinn sank um 39 Prozent auf 84 Mio. Franken. Die wichtigste Einnahmequelle, die Kommissionserträge, hätten sich mit einem Minus von 12 Prozent verhältnismässig gut gehalten.

Die Kundenvermögen gingen wegen der negativen Marktperformance um 16,1 Prozent zurück. Auf der Kostenseite zeigten die eingeleiteten Senkungsmassnahmen Wirkung: So ging der Geschäftsaufwand um 10 Prozent zurück. Das war auf geringere Bonuszahlungen und auf den Personalabbau zurückzuführen. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um 65 auf 1281.

(bsk/sda)