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Ford startet autonomes Fahrzeug mit Laser-System

Dienstag, 17. Dezember 2013 / 09:27 Uhr
aktualisiert: 10:02 Uhr

Dearborn/Wien - Ford enthüllt die neueste Version seines fahrerlosen Fusion Hybrid, die über vier LIDAR-Systeme (Light Detection and Ranging) auf dem Dach sowie eine 360-Grad-Kamera verfügt.

Die neueste Version des fahrerlosen Fusion Hybrid.

Mithilfe dieser innovativen Sensortechnologie können die Umgebung präzise erfasst und gefährliche Hindernisse lokalisiert werden. Der Prototyp ist mit Forschern der University of Michigan und der Versicherung State Farm entwickelt worden.

«Connected Cars» als Ziel

«Bei aller Liebe und Sympathie für technologische Weiterentwicklungen stehe ich der Übertechnologisierung im Fahrzeugbereich sehr skeptisch gegenüber. Die Technik kann helfen und unterstützen, aber sie soll das Denken des Menschen nicht ersetzen», stellt Christian Gratzer, Sprecher des Verkehrsclubs Österreich, gegenüber pressetext fest. Auch Ablenkung und Unachtsamkeit aufgrund von neuen Technologien, wie Smartphones und Navis, sei ein wachsendes Problem für die Verkehrssicherheitsarbeit. «Deshalb benötigen wir verstärkt Massnahmen, durch welche die Aufmerksamkeit der Fahrer wieder auf das Autofahren fokussiert wird», resümiert der Experte.

Zusätzlich ist das Fahrzeug in der Lage, eine 3D-Karte vom Strassenverlauf und eventuellen Gefahren zu erstellen, die den Forschern zufolge in etwa so detailliert wie ein aktuelles Videospiel ist. Bill Ford, Executive Chairmen, sieht die Zukunft der Automobilbranche überdies in den sogenannten «Connected Cars». Darunter versteht man Fahrzeuge, die nicht nur in der Lage sind, mit ihrer Umwelt, sondern auch miteinander zu kommunizieren. Auf diese Weise könnten viele Umfälle vermieden und der Strassenverkehr sicherer gestaltet werden.

Strassentauglich bis 2025

Laut Herstellern soll das fahrerlose Auto, das sich derzeit noch in der Testphase befindet, zur Serienreife gebracht werden. Dennoch gehen Experten davon aus, dass die Technologie voraussichtlich bis 2025 auf sich warten lassen wird. Zurzeit untersucht Ford, wie viel Kontrolle Fahrer heutzutage wirklich bereit sind, abzugeben. Dem Unternehmen zufolge ist ein langsamer Fortschritt in Richtung autonomes Fahren für jene unter uns, die sich vorerst nicht vorstellen können, blindes Vertrauen in einen Roboter zu stecken, von Vorteil.

(ig/pte)


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