TECHNOLOGIE
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Intelligente Autotür warnt vor Gefahren

Sonntag, 5. April 2009 / 07:46 Uhr
aktualisiert: 08:48 Uhr

München - Ein Team von Wissenschaftlern an der TU München hat eine intelligente Autotür entwickelt, die den Fahrer beim Öffnen vor möglichen Gefahren warnt.

Ein haptisches Feedback bewahrt vor Unfällen und hohen Reparaturrechnungen.

Die Warnung gibt die Tür durch haptisches Feedback weiter - sie lässt sich schwerer öffnen. Über Sensorsysteme werden potenzielle Gefahren erkannt. «Das kann einerseits ein nebenan parkendes Auto sein, aber auch Fussgänger oder Radfahrer, die sich rasch nähern», erläutert Michael Strolz, einer der vier am Projekt beteiligten Techniker.

Die gemeinsam mit BMW konstruierte intelligente Autotür soll somit einerseits Unfälle mit Personen, andererseits aber auch Parkschäden an anderen Autos vermeiden.

Männer bevorzugen Masse

«Der ursprüngliche Ansatz von uns war, eine Fahrzeugtür zu bauen, die sich automatisch öffnet und schliesst. Darüber hinaus sollten die Fahrer bei der manuellen Öffnung unterstützt werden», so Strolz. Durch das haptische Feedback sollte dieser Vorgang möglichst angenehm für den Menschen gestaltet werden.

«Durch einen Mechanismus kann Masse und Dämpfung entsprechend geregelt und somit die Tür schwer- oder leichtgängiger eingestellt werden. In Untersuchungen haben wir herausgefunden, dass Männer beispielsweise mehr Masse bevorzugen, während Frauen eher leichtgängige Türen schätzen», berichtet Strolz.

Sensoren messen Schwung und Abstand

Über die Regelungsmöglichkeiten kann die Tür für die jeweiligen Bedürfnisse des Autofahrers angepasst werden. In der folgenden Entwicklungsstufe integrierten die Techniker Sensoren in die Tür.

Diese messen den Schwung, mit dem die Tür geöffnet wird, den Abstand zu einem Objekt in der Nähe und berechnen die Dämpfung, die nötig ist, um die Autotür vor dem Zusammenstoss mit dem Hindernis zu stoppen.

Kamera soll Kollisionen vermeiden

Eine Kollision mit einem anderen Auto oder einem in unmittelbarer Nähe befindlichen Laternenmast wird dadurch verhindert. Der nächste Schritt, den die TU-Forscher geplant haben, ist eine 180-Grad-Kamera einzusetzen.

Diese soll die Umgebung überwachen und auch vor herannahenden Objekten, sei es ein Fussgänger oder Radfahrer, warnen. Die Tür würde sich somit im Notfall erst gar nicht öffnen, wenn die unmittelbare Gefahr eines Unfalles gegeben ist.

(tri/pte)


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