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Krankenkassenprämien steigen um bis zu 10%: Jetzt gegen steuern

Freitag, 21. Oktober 2022 / 13:16 Uhr

Im Jahr 2023 rechnet der Bund laut einer Erhebung des Beratungsunternehmens Accenture mit einer Kostenexplosion im Schweizer Gesundheitswesen. Es werden steigende Prämien um bis zu 10 Prozent in einzelnen Kantonen erwartet.

Sparen durch optimieren lautet die Devise für Versicherte.

Die Studie besagt demnach, dass ein hoher Nachholbedarf bestehe, wenn man die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen abfedern wolle. Der Grund ist, dass der Bund politischen Druck auf die Kassen ausgeübt hat, um während der Corona-Pandemie die Bürger zu entlasten. Daraufhin bauten die Kassen ihre Rückstände ab, sodass in den letzten vier Jahren die Krankenkassenprämien ziemlich stabil blieben.

Kostenexplosion im Gesundheitswesen

Doch damit ist jetzt Schluss: Für 2023 ist mit dem höchsten Prämienanstieg seit 20 Jahren zu rechnen . Eine Steigerung von über 10 Prozent gab es zum letzten Mal im Jahr 2003. Der Grund für die Kostenexplosion:

  • Es gibt einen hohen Nachholbedarf bei Behandlungen und Eingriffen, die während Corona aufgeschoben wurden.
  • Die Pflege und Behandlung von Corona-Patienten war in den Jahren der Pandemie sehr teuer. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schätzt den Mehraufwand dafür auf 600 Millionen Franken.
  • Viele Menschen waren zu Beginn der Pandemie zurückhaltender mit Arztbesuchen und dem Bezug von medizinischen Leistungen.

Der Bundesrat hat bisher keine durchgreifenden Reformen angekündigt, man erhofft sich ein Einsparpotenzial lediglich bei den Medikamentenpreisen und Labortarifen. So sollen die Preise für Arzneimittel jährlich, statt alle drei Jahre überprüft werden und so bestenfalls 500 Millionen von den Pharmaunternehmen abgezwackt werden. Auch sieht man bei den Labortarifen Einsparmöglichkeiten von mehreren hundert Millionen Franken bis zu 1,5 Milliarden Franken.

Sparen durch optimieren

Doch wie soll man als Versicherter reagieren? Sparen durch optimieren ist die einzige Möglichkeit. Die Prämienhöhe bei einzelnen Krankenkassen kann nämlich stark voneinander abweichen. Dabei sehr behilflich ist ein Vergleichsrechner auf einem Krankenkassen-Vergleichsportal . So bekommt man schnell einen Überblick über die Kosten und Leistungen der Kassen. Oft gibt es Rabatte für Familien mit Kindern, die man übersehen hat. Braucht man bestimmte Sonderleistungen? So können Sie schnell einen Überblick über Kosten und Leistungen bekommen und ihren Tarif optimieren.

Noch ein Tipp: Jetzt ist noch Zeit in eine günstigere Krankenkasse zu wechseln. Wenn Sie nicht bis Ende November 2022 wechseln, sind Sie für ein weiteres Jahr an ihre bisherige Grundversorgung gebunden.

 

(fest/pd)