TECHNOLOGIE
Anzeige
London mausert sich zum WLAN-Paradies

Dienstag, 17. Juli 2007 / 14:13 Uhr

London - In London ist das europaweit grösste kostenlose Regional-WLAN-Netz in Betrieb gegangen. Auf rund 22 Kilometer Länge entlang der Themse stehen ab sofort für Cafes, Hotels, Restaurants, Büros aber auch Bootshäuser Hotspots zum Einwählen ins Internet zur Verfügung.

Bisher waren die Hotspots vor allem bei Hotels beliebt.

Das Angebot kann ohne anfallende Gebühren genutzt werden. Im Gegensatz zu öffentlich finanzierten anderen Stadtprojekten, werden die anfallenden Kosten durch Werbeeinschaltungen abgedeckt.

Für eine 15-minütige Nutzung müssen Nutzer lediglich einen 15- bis 30-Sekunden-Spot über sich ergehen lassen.

Als Betreiber der Initiative fungieren der britische Internet Service Provider MeshHopper, der für den Bau des 22 Kilometer langen Netzes verantwortlich zeichnet, und der Free-WLAN-Provider free-hotspot.com.

Höhere Bandbreite gegen Gebühr

MeshHopper hatte die WLAN-Meile an der Themse schon vor einigen Jahren zu bauen begonnen. Der Umstieg vom kostenlosen auf ein kostenpflichtiges Modell ging dabei aber nicht auf.

Durch die Kooperation mit free-hotspot.com will man nun wieder unentgeltlich WLAN anbieten. Unterstützt wird das Geschäftsmodell durch die parallele Weiterführung eines kostenpflichtigen Dienstes, das eine höhere Bandbreite verspricht und auf Werbung verzichtet.

Während beim Gratis-Surfen nur eine Bandbreite von 256 Kbps geboten wird, stehen beim kostenpflichtigen Angebot 512 Kbps zur Verfügung. Als Monatstarif sind 9,95 Pfund vorgesehen.

WLAN in weiteren Städten geplant

Wie die Betreiber mitteilten, wolle man das 22 Kilometer lange Netz in den nächsten Monaten auf 35 Kilometer ausbauen.

Indes hat der free-hotspot.com-CEO Dan Toomey bereits anklingen lassen, dass man weitere europäische Grossstädte mit ähnlichen Initiativen beglücken möchte.

Aktuell betreibt das Unternehmen über 1000 kostenlose Hotspots in 16 Ländern Europas. Zumeist wird das werbefinanzierte Angebot von Hotels, Cafes, Restaurants, aber auch von Kaufhäusern oder Autobahnraststätten in Anspruch genommen.

(rr/pte)