FINANZKRISE
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Pensionskassen spüren verschlechterte Börsenlage

Donnerstag, 6. November 2008 / 14:48 Uhr
aktualisiert: 15:04 Uhr

Neuenburg - Nach zwei fetten Jahren haben die Pensionskassen 2007 ihre Wertschwankungsreserven leicht abbauen müssen. Laut Bundesamt für Statistik stehen sie vor einer Bewährungsprobe.

Die Reserven erreichten per Ende 2007 einen Stand von 51,4 Milliarden Franken.

2005 und 2006 hatten die Pensionskassen ihre Wertschwankungsreserven aufgrund der positiven Entwicklung auf den Finanzmärkten um 85 respektive 25 Prozent aufbauen können.

2007 mussten sie sie um 2,5 Prozent auflösen, wie das BFS mitteilte.

Die Reserven erreichten laut provisorischen Ergebnissen per Ende 2007 einen Stand von 51,4 Milliarden Franken.

Das entspricht 8,5 Prozent der Bilanzsumme, welche gegenüber dem Vorjahr um 23,3 Milliarden auf über 606 Milliarden Franken (+4%) anstieg.

Mehr Versicherte

Gute Konjunktur und wachsende Beschäftigtenzahlen liessen 2007 die Zahl der Versicherten um 3,1 Prozent auf über 3,5 Millionen anwachsen. Die Zahl der Rentner wuchs um 1,4 Prozent auf 908 300. Die Zahl der Vorsorgeeinrichtungen weiter auf rund 2530 (2006: 2669).

Die Kassen legten 2007 ihr Vermögen weiterhin stark im Ausland an. Aufgrund der sich verschlechternden Börsenlage halbierten sich die Kurs- und Wertgewinne auf Anlagen im Vorjahresvergleich auf 14,9 Milliarden Franken.

Die Unterdeckung blieb dank Sanierungsmassnahmen etwa stabil. Bei den privat-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen konnte sie 2007 auf minus 2,5 Milliarden Franken (-27%) abgebaut werden. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen erreichte die Unterdeckung mit minus 15,3 Millarden (plus 6,6 Prozent) etwa den Stand von 2005.

(bert/sda)


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