TECHNOLOGIE
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Pentagon veranstaltet Rennen mit Roboter-Autos

Sonntag, 4. November 2007 / 10:05 Uhr

Victorville - Das US-Verteidigungsministerium hat ein ungewöhnliches Spektakel für Technik-Freaks veranstaltet: In Kalifornien traten elf Roboterfahrzeuge gegeneinander an. Tausende Schaulustige versammelten sich an der Rennstrecke auf einer verlassenen Militärbasis in Victorville.

Unbemannt: Caroline der Uni Braunschweig.

Die elf High-Tech-Fahrzeuge wurden zwar von ihren Konstrukteuren an den Start gebracht, mussten sich dann aber allein durch die drei Parcours mit einer Gesamtlänge von hundert Kilometern schlagen. Als erster über die Ziellinie fuhr nach fünfeinhalb Stunden ein umgebauter VW Passat von der US-Elite-Uni Stanford.

Das Pentagon suchte mit dem Wettkampf nach Fahrzeugen, die ohne Fahrer und ohne Fernbedienung eigenständig durch Kampfgebiete rollen können. «Die Roboter müssen sich wie von Menschen gesteuerte Fahrzeuge verhalten und Unterstützungseinsätze auf dem Schlachtfeld absolvieren», betonten die Organisatoren. Dies gelang den elf Fahrzeugen ganz gut. Um echten Verkehr zu simulieren, waren zusätzlich 40 Fahrzeuge mit Menschen am Steuer auf die Rennstrecke geschickt worden.

In die Endrunde kam auch ein Fahrzeug namens «Caroline» der Technischen Universität Braunschweig. Dieses zeichne sich durch seine «unkonventionellen Lösungen zur Wegfindung» aus, erklärte die Hochschule. «Caroline» schaffte es aber nicht unter die ersten Drei.

Viel Computerpower

Als erstes übers Ziel fuhr vielmehr das Stanford-Fahrzeug. Damit ist aber noch nicht klar, ob die Elite-Uni den Wettbewerb auch gewonnen hat, weil auch andere Dinge als Geschwindigkeit in die Wertung einfliessen und der endgültige Sieger erst später verkündet werden sollte. Für den Gewinner hatte das Pentagon ein Preisgeld in Höhe von zwei Millionen Dollar ausgelobt.

Zu den Finalisten zählten zudem unter ein Fahrzeug vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. «In unserem Auto steckt zweifellos mehr Computerpower als in allen PCs eines Unternehmens zusammen», sagte Paul Barret vom MIT-Team. Dieses hatte in einen Geländewagen eine anderthalb Tonnen schwere technische Ausrüstung mit 17 Radargeräten eingebaut.

(ht/sda)


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