WIRTSCHAFT
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Runtastic setzt auf weltweite, offensive Expansion

Donnerstag, 5. September 2013 / 15:23 Uhr

Wien - Das österreichische Jungunternehmen Runtastic setzt als Komplettanbieter für Fitness- und Gesundheitsapplikationen nach einer erfolgreichen Startphase seine offensive Expansionsstrategie fort.

Runtastic sieht viel Potenzial in Schwellenländern.

Im Fokus liegen dabei klassische Emerging Markets wie etwa Brasilien oder Indien. Weltweit wird pro Sekunde eine App aus der Produktpalette von Runtastic heruntergeladen. Insgesamt haben die global getätigten Downloads die 40-Mio.-Marke bereits überschritten, wie Mario Aichlseder, Head of Growth bei Runtastic, im Rahmen einer gemeinsam mit Google Österreich abgehaltenen Veranstaltung gegenüber pressetext erklärt.

Werbeanzeigen und kostenpflichtige Apps

Das Unternehmen ist mit seiner Geschäftsidee voll auf den Megatrend «Wearable Technology» aufgesprungen und macht sich die rasant zunehmende Smartphone-Penetration zunutze. User können mit den angebotenen Apps ihre Laufstrecken und andere sportliche Leistungen tracken, analysieren und archivieren lassen. Auch die Erstellung von Trainingsplänen sowie eine Social-Media-Integration sind möglich. Die Themenpalette reicht dabei von Fitness und Kraft über Wellness bis hin zu Kardio.

Markus Kienberger, Chef von Google Österreich, sieht in dem Erfolg des Start-ups ein «positives Signal für den österreichischen Wirtschaftsstandort». Beim Thema Monetarisierung setzt Runtastic unterdessen konsequent auf den Suchmaschinenriesen und sein AdWords-Angebot. Durch in den Applikationen erscheinende Werbeanzeigen verdient das Jungunternehmen sein Geld. Hinzu kommen kostenpflichtige App-Versionen, die zusätzlichen Umsatz generieren. Runtastic beschäftigt insgesamt 85 Mitarbeiter. Aufgrund der enormen Wachstumsraten hat sich die Belegschaft in den vergangenen zwölf Monaten ungefähr verdoppelt.

«Die Laufwelt revolutionieren»

Als «nächsten logischen Schritt» bezeichnet Aichlseder den Weg ins Geschäft mit der Hardware. Gadgets wie Pulsuhren oder Trittfrequenzmesser bietet das Unternehmen seinen Kunden seit kurzem an. «Das ist Software und Hardware in einem Guss», so Aichlseder. Als Partner fungiert in diesem Segment Krippl Watches. Neben Google arbeitet Runtastic auch mit den Südkoreanern von Samsung zusammen und war Partner beim Launch der neuen Smartwatch Galaxy Gear. Runtastic-App und Smartwatch sind kompatibel.

Während das Unternehmen aus Linz im Technologiebereich mit Branchengrössen zusammenarbeitet, gibt es zu Sportartikelherstellern keine Berührungspunkte. Mögliche Kooperationen seien auch künftig «in keinster Weise angedacht», so Aichlseder im Gespräch mit pressetext. Für das Ende Oktober stattfindende Pioneers Festival kündigt er die Vorstellung einer neuen App an. «Sie wird die Laufwelt revolutionieren», so die wenig bescheidene Ansage. Über nähere Details dazu schweigt sich das Unternehmen aus. Interessantes Detail: Runtastic ist vollständig eigenfinanziert und verfügt bereits jetzt über einen positiven Cashflow.

(asp/pte)


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