INDUSTRIE
Anzeige
Sanyo korrigiert Bilanzen - Börsennotierung bedroht

Dienstag, 25. Dezember 2007 / 12:11 Uhr
aktualisiert: 12:49 Uhr

Tokio - Dem japanischen Elektronikkonzern Sanyo droht wegen fehlerhafter Bilanzen die Verbannung von der Börse. Der mit Verlusten kämpfende Konzern musste die Bilanzen der Muttergesellschaft der letzten sechs Geschäftsjahre korrigieren.

Grössere Verluste als ausgewiesen: Der Elektronikkonzern Sanyo.

Nach den Angaben summieren sich die Verluste des weltgrössten Herstellers von wiederaufladbaren Batterien in diesen Jahren auf 484,5 Mrd. Yen (4,9 Mrd. Franken), nachdem zuvor 478,6 Mrd. Yen ausgewiesen worden waren. Die Börsenleitung in Tokio lässt nun überprüfen, ob die Aktien des Elektronikkonzerns möglicherweise vom Kurszettel genommen werden.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, werden als Konsequenz der Bilanzierungsfehler die Gehälter von sieben Spitzenmanagern gekürzt und Pensionszahlungen für Konzernleitungsmitglieder gestrichen. Die falsch kalkulierten Bilanzen hatten dazu geführt, dass irrtümlich Dividenden gezahlt wurden.

Als Gründe für die Bilanzierungsfehler wurden unter anderem ein unzureichender unternehmensinterner Kontrollmechanismus angeführt. Die Wertpapier-Aufsichtskommission empfahl der Finanzaufsicht, gegen Sanyo eine Geldbusse von 8,3 Mio. Yen zu verhängen.

(ht/sda)


Artikel-Empfehlungen:

HD-Formatkampf verunsichert PC-Hersteller15.Dez 14:07 Uhr
HD-Formatkampf verunsichert PC-Hersteller
Sanyo streicht weitere 2200 Stellen24.Nov 10:48 Uhr
Sanyo streicht weitere 2200 Stellen