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Startup-Gründerinnen in den USA: die gleichen Probleme

Donnerstag, 11. September 2008 / 08:27 Uhr
aktualisiert: 15. September 2008 / 17:22 Uhr

Die Zahlen und Fakten sagen es es: Firmengründerinnen sind mindestens so erfolgreich wie Gründer. Vor allem haben sie mehr Ausdauer und Durchhaltewillen. Und diese brauchen sie auch, denn namentlich bei der Suche nach Investoren sind sie nach wie vor im Nachteil – nicht nur in der Schweiz.

Patrizia Fischer

Den Blick auf die Situation in den USA ermöglichte ein Gespräch, das im Rahmen des Workshops venture leaders in Boston stattfand. 15 Gründerinnen und Expertinnen aus de Region Boston und fünf Schweizerinnen – neben KTI-Leiterin Ingrid Kissling die venture leaders Alexis Bosman, Bettina Ernst Patriza Fischer und Barbara Yersin – tauschten ihre Erfahrungen aus. Vor allem im Hightech-Breich ist die Zahl der Gründerinnen dies- wie jenseits des Atlantiks nach wie vor bescheiden.

Vorsichtiger beim Wachstum

Als einen möglichen Grund orteten die Gesprächsteilnehmerinnen die grössere Vorsicht und Bescheidenheit von Gründerinnen in Bezug auf die Wachstumserwartungen ihrer Startups. Was als Pragmatismus durchaus positiv sein kann, ist eben oft an der Grenze zur Angst vor dem Risiko!

Führungsschule Sport

Wie so oft kam auch in dieser Diskussion der Vergleich mit dem Sport zur Sprache: In den USA hat sich ein Gesetz sehr positiv ausgewirkt, das die Gleichberechtigung bei der Finanzierung der Sportteams an den Hochschulen verlangt.

Ausdauer als Vorteil

Dieses Gesetz habe es vielen Studentinnen ermöglicht, im Sport ihre Führungsqualitäten zu entwickeln. Bettina Ernst, Gründerin und frühere Athletin, ergänzte, dass die Frauen im sport auch mehr Ausdauer zeigen, was sich eigentlich als Vorteil auswirken müsste.

Nicht immer die Beste sein (müssen)

Ann Murray vom US-Unternehmen Dextrys glaubt, dass es den Frauen weniger liege, sich bei Suche nach Kapital permanent in den Vordergrund zu stellen und zu loben. Für Barbara Yersin ist es effektiv sehr wichtig, den (falschen) Gegensatz «Unternehmerin – Frau» zu überwinden und auch zu den Unterschieden zu stehen.

Spezielle Ausbildungen

Spezifische Ausbildungen für Frauen sind vor allem für die Amerikanrinnen eine weitere Möglichkeit, um mehr Frauen fürs Unternehmertum zu gewinnen. In den USA gibt es bereits ein (bisher einziges) MBA-Programm, das sich nur an Frauen richtet. Einen besonderen Stellenwert hat dabei hat die Stärkung des Selbstbewusstseins.

Hinter dem Vorhang vorspielen

Wie konsequent in den USA Frauenförderung betrieben wird, zeigt das Beispiel der Anwärterinnen und Anwärter für Stellen in den amerikanischen Symphoniorchestern: Sie spielen hinter einem Vorhang, um geschlechtsspezifische Vorurteile auszuschalten.

Zu wenig Austausch unter Frauen

Alexis Bosman aus Genf fehlen auch die Möglichkeiten, sch unter Unternhemerinnen auszutauschen. Eine Feststellung, die zeigt, wie sich der Kreis schliesst: Wenn es mehr Unternehmerinnen gibt, wirkt sich das direkt auch auf die Zahl der künftigen Unternehmerinnen aus.

(ps/IFJ)


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