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Swisscom baut 260 Arbeitsplätze ab

Donnerstag, 10. November 2005 / 09:22 Uhr

Bern - Die Swisscom hat in den ersten neun Monaten 2005 ihren Reingewinn auf 1,65 Mrd. Franken steigern können. Dennoch will sie im nächsten Jahr 260 Stellen streichen.

Die meisten Stellen werden bei Swisscom Fixnet gestrichen, die Mobilfunksparte wird 50 Jobs einbüssen.

Damit würden 1,7 Prozent aller Vollzeitarbeitsplätze abgebaut, teilte die Swisscom mit. Die Betroffenen würden wie bisher bei der Suche nach einem neuen Job intensiv betreut und erhielten über eine bestimmte Zeit den vollen Lohn. Darauf habe man sich mit den Sozialpartnern geeinigt.

Die meisten Stellen werden bei Swisscom Fixnet gestrichen, wo 190 Arbeitsplätze wegfallen. Die Mobilfunksparte wird 50 Jobs einbüssen, die zentralen Bereiche verlieren 20. Bereits von Januar bis Ende September 2005 ging der Personalbestand um 356 auf 15 288 Vollzeitstellen zurück.

Allerdings werde im kommenden Jahr die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Schweiz aufgrund von Firmenkäufen und des Aufbaus neuer Geschäftsfelder leicht steigen.

Hoher Kostendruck als Begründung

Die Swisscom begründet den Stellenabbau mit der Sicherung der Konkurrenzfähigkeit. Der scharfe Wettbewerb, die neuen Technologien wie die Internettelefonie und die Eingriffe des Regulators in den Markt führten zu weiter fallenden Preisen und damit auch künftig zu hohem Kostendruck.

In den ersten neun Monaten 2005 schrumpfte der Umsatz der Festnetzsparte mit externen Kunden um 4,4 Prozent auf 3,27 Mrd. Franken. Der Mobilfunk konnte seine Umsätze knapp bei 2,754 Mrd. Fr. halten (-0,1 Prozent).

Einbruch in der Geschäftskundendivision

Einen Einbruch von 12,7 Prozent auf 835 Mio. Fr. Umsatz musste die Geschäftskundendivision Solutions hinnehmen. Dagegen konnte das Segment Übrige, welches unter anderem die Billag und die IT Services umfasst, den Umsatz um 15,5 Prozent auf 395 Mio. Fr. steigern.

Die Swisscom konnte den Umsatzrückgang nicht vollständig durch Einsparungen beim Betriebsaufwand kompensieren. Deshalb sank der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 3,5 Prozent auf 3,27 Mrd. Franken.

Unter dem Strich stieg allerdings der Reingewinn unter anderem wegen des Wegfalls des Verlusts des verkauften deutschen Telekomanbieters Debitel um 44,6 Prozent auf 1,65 Mrd. Franken.

(smw/sda)


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